KSL Münster fragt nach: Risikogruppe | KSL.Münster Direkt zum Inhalt

KSL Münster fragt nach: Risikogruppe

15.04.2020
KSL Münster fragt nach: Risikogruppen

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus wird in den Medien häufig von sogenannten 'Risikogruppen' gesprochen. Doch wer sind diese Risikogruppen überhaupt? Wir haben mit verschiedenen Menschen telefonisch gesprochen. Sie haben uns erklärt warum sie zur Risikogruppe zählen und wie sie die aktuelle Situation erleben. 

Christian Homburg (Video)

 Christian Homburg hat uns im November 2020 über seine Situation in zwei Videos berichtet:

 

 

Seda Tiryakioglu (Video)

Hugo Schmidt

Hugo sitzt an einem Schreibtisch

„Guten Tag, ich bin Hugo Schmidt, 21 Jahre alt und wohne in der Nähe von Münster. Dort studiere ich an der

Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Niederlande-Deutschland-Studien und bin nebenbei als freier

Mitarbeiter bei den Westfälischen-Nachrichten tätig. In meiner Freizeit schreibe ich auf meinem Blog.

 

Jetzt denken Sie wahrscheinlich: ‚Ein ganz normaler Student eben‘. Doch eins unterscheidet mich von vielen

anderen Studenten in meinem Alter: Ich gehöre zur sogenannten #Risikogruppe, da ich mit einer

Muskelerkrankung geboren wurde und dadurch nur eingeschränkt atmen kann. Ich lebe mit einem

Luftröhrenschnitt und bin nachts an eine Beatmungsmaschine angeschlossen.

 

Die Corona-Krise hat zuerst nicht viel in meinem Alltag verändert. Ich hatte sowieso Semesterferien und habe

mich weiterhin mit Freunden getroffen. Doch dann rückte die Pandemie mit erschreckenden Bildern aus

unseren Nachbarländern näher. Als schließlich die Schulen geschlossen wurden und ich in den sozialen

Netzwerken die Beiträge von anderen Risikopatienten las, wurde mir bewusst:

Die Lage ist ernst - für mich, als Risikopatient, besonders ernst!

 

Eine Ansteckung mit dem Virus könnte für mich schlimme Folgen haben. Ich habe mich deshalb am 14. März

in die Selbstisolation begeben, sprich ich verlasse seitdem mein Zuhause nicht mehr, ich gehe weder

einkaufen, noch treffe ich mich mit anderen Personen. Für mich ist es schwierig, nicht zu wissen wie lange

diese Phase noch andauern wird. Glücklicherweise kann ich noch in den Garten und arbeite zurzeit an einer

Hausarbeit für die Uni, weshalb mir nicht langweilig wird.

 

In der jetzigen Situation merke ich besonders, dass ich auf Medizinprodukte, wie die Filter und Schläuche für

meine Beatmungsmaschine, angewiesen bin. In Zeiten des Coronavirus dauert die Lieferung der Produkte

beängstigend lange. Inzwischen ist der Nachschub aber wieder da.

 

Frühzeitige Lockerungen der Maßnahmen, wie sie im Augenblick diskutiert werden, sehe ich sehr kritisch. Es

werden Lösungsansätze auf den Tisch gebracht, bei denen die Risikogruppen isoliert werden sollen, während

der Rest der Welt anfängt in den Alltag zurückzukehren. Eine hundertprozentige Isolation ist fast unmöglich

und eine solche Lösung ist zudem auch unsolidarisch. Die Politik muss deshalb eine gerechte Lösung finden

und wir alle brauchen, vor allem jetzt, sehr viel Geduld!

 

Aktuell spüre ich ein Gefühl von Solidarität und Gemeinschaft, das stimmt mich sehr optimistisch und hilft mir

in dieser ungewissen Zeit. Es tut gut, so viel mentale und praktische Unterstützung von Nachbarn und

Freunden zu erfahren. Ich wünsche mir, dass diese Solidarität auch nach der Krise in der Gesellschaft

bestehen bleibt!“

Sabrina (mit Video-Update)

Sabrina sitzt auf einem Bett

„Hallo, ich bin Sabrina, 21 Jahre alt und komme aus Münster. Für mich wäre es lebensbedrohlich, wenn ich an

dem Coronavirus erkranken würde. Denn ich gehöre zur #Risikogruppe, weil ich eine Herz-Lungen-

Erkrankung habe, welche auf einen angeborenen Herzfehler zurückzuführen ist. Genaugenommen lebe ich

mit einem halben Herzen.

 

Ich schreibe schon länger Texte für mich und als ich anfing, diese zu teilen, merkte ich wie die Texte nicht nur

mir Mut machten, sondern auch anderen, die in einer ähnlichen Situation stecken. Vor einiger Zeit habe ich

angefangen solche Texte und andere Dinge zu Themen, die mir wichtig sind und teilweise noch Tabuthemen

sind, wie Behinderung, chronischer Krankheit, Mentale Gesundheit oder Selbstliebe auf meiner Instagram-

Seite: fragments_of_living und der dazugehörigen Website zu teilen. Dort möchte ich meine Reichweite

nutzen, um anderen Mut zu machen, denn nur weil Du Narben hast oder nicht alles mitmachen kannst, bist Du

nicht weniger wert!

 

Da ich zur #Risikogruppe gehöre, muss ich mich vor dem Coronavirus schützen und habe deshalb seit 4

Wochen das Haus nicht mehr verlassen und gehe nicht mehr einkaufen. Doch im Gegensatz zu anderen bin

ich daran gewöhnt Tage lang im Bett zu liegen oder Verabredungen abzusagen, weil es mir öfter

gesundheitlich schlecht geht. Das bedeutet aber nicht, dass die Menschheit in Risikogruppe und in Nicht-

Risikogruppe gespalten werden kann. Vielmehr wünsche ich mir, dass die Menschen durch diese Krise lernen

mehr nach links und nach rechts zu schauen, dass die Solidarität wächst und der Egoismus schrumpft und die

Randgruppen, sowie Risikogruppen nicht vergessen werden!

 

Wir, die Risikogruppe sind viele. Denn dazu gehören nicht nur Menschen mit einer Vorerkrankung oder ältere

Menschen, sondern auch Asthmatiker, Diabetiker oder Raucher. Wir wollen arbeiten, wir wollen unsere Freizeit

genießen, wir wollen am Leben teilnehmen, sowie jeder andere auch!“

 


Sabrina gibt uns ein Update (Juli 2020): Wie geht es ihr in Zeiten der Lockerungen?

Nicole Reißen

Nicole sitzt im Rollstuhl neben einen Fluss

„Hallo, ich bin Nicole Reißen aus Gladbeck. Ich bin 30 Jahre alt und leide an zwei seltenen Gendefekten, die

mein Immunsystem sehr schwächen: Deshalb gehöre ich zur #Risikogruppe!

 

Mit dem Coronavirus hat sich einiges in meinem Leben verändert: Ich habe seit zwei Wochen meine Wohnung

nicht verlassen, weil ich mich, in Absprache mit meinem Arzt, in die freiwillige Isolation begeben habe.

Normalerweise beschäftige ich insgesamt fünf Assistenzen, die mich im Alltag unterstützen. Zwei davon

gehören allerdings selbst zur Risikogruppe, weshalb ich sie erst einmal freigestellt habe. Meine drei weiteren

Assistenzen arbeiten zurzeit im Blockdienst, das heißt sie bleiben drei bis sieben Tage in meiner Wohnung,

damit die Ansteckungsgefahr minimiert wird.

 

Ich wünsche mir, dass die Menschen in dieser Zeit lernen, mehr auf Menschen wie mich, Rücksicht zu

nehmen. Außerdem soll die Politik mich mehr als ein Teil der Risikogruppe beachten, denn Kinder, jüngere

Menschen mit Behinderungen, Vorerkrankungen und chronischen Erkrankungen sind genauso vom

Coronavirus gefährdet, wie ältere Menschen!”

Dina Hamza

Dina sitzt in einem Rollstuhl und trägt eine Maske

„Hallo zusammen, ich bin Dina Hamza, 58 Jahre alt und wohne in Münster. Ich arbeite als Peer-Beraterin in

der ergänzenden, unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) ‚Lebens t raum‘ in Münster. Ich bin von einer

Muskeldystrophie betroffen, die zu einer starken Rückenverkrümmung führt und eine eingeschränkte

Lungenfunktion mit sich bringt. Deshalb gehöre auch ich zur #Risikogruppe in Zeiten von Corona!

 

Unser gesamtes Team arbeitet zurzeit im Homeoffice: Deshalb bieten wir im Moment ausschließlich Telefon-

oder Email-Beratung an. Dadurch ist die Beratung ruhiger geworden und unsere Kreativität gefragt. So

informiere ich mich beispielsweise gerade über Anbieter, die uns eine datenschutzsichere Video-Beratung

ermöglichen könnten. Ich spüre einen Innovationsschub durch das Coronavirus!

 

Ich kann bereits eine Neuheit unserer Beratung verkünden: Für Menschen mit Psychiatrieerfahrung bieten wir

ab sofort die offene Telefonsprechstunde mit Genesungsbegleiter Norbert Arndt an: montags bis donnerstags

von 14 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer: 0177 / 2399910.

 

Auch mein privates Leben hat sich durch das Coronavirus sehr verändert. Ich lebe seit 30 Jahren mit

Assistenz. Täglich werde ich 22 Stunden von Assistentinnen begleitet. Genauso wie ich

Zuhause bleibe, schränken auch meine Assistentinnen ihre sozialen Kontakte sehr ein, um mich zu schützen.

 

Ich hoffe darauf, dass schnell ein Impfstoff entwickelt wird: Wir Risikogruppen und Menschen, die in

Gesundheitsberufen arbeiten, sollten diesen als Erstes bekommen. Bei der Wiederaufnahme des Alltags

wünsche ich mir, dass die Risikogruppen nicht abgehängt werden, denn wir sind auf die Solidarität der

gesamten Bevölkerung angewiesen!“

Clarisa Amari

Clarissa steht auf der Straße und trägt eine Maske

„Bună ziua (Guten Tag auf rumänisch), ich bin Clarisa, 36 Jahre alt und wohne in Münster. Ursprünglich

komme ich aus Rumänien. Ich arbeite als Assistentin für Menschen mit Behinderungen und bin dafür in

Vollzeit bei dem Verein ‚Ambulante Dienste e.V.‘ in Münster angestellt.

 

Zurzeit betreue ich zwei Personen: Ich begleite sie in ihrem Alltag und unterstütze sie bei alltäglichen Dingen.

Mit meiner Arbeit ermögliche ich meinen Klienten ein bestmögliches selbstbestimmtes Leben in ihrer eigenen

Wohnung.

 

Meine Klienten gehören zur #Risikogruppe, denn sie sind auf Grund ihrer Erkrankungen sehr gefährdet, wenn

sie sich mit dem Coronavirus infizieren würden. Deshalb trage ich eine hohe Verantwortung! In der Corona-

Zeit muss ich nicht nur mich persönlich schützen, sondern ich bin mitverantwortlich für den Schutz meiner

beiden Klienten. Deshalb versuche ich das Ansteckungsrisiko bestmöglich zu minimieren und habe dafür mein

Privatleben komplett umgestellt. Ich gehe nur noch einmal die Woche einkaufen und gehe sonst ausschließlich

für meinen Arbeitsweg raus. Dort und bei meinen Klienten Zuhause trage ich eine Atemmaske (siehe Foto).

 

Bei der Arbeit halte ich mich an alle Hygienevorschriften und wasche häufiger meine Hände. Meine Klienten

liegen mir sehr am Herzen, weshalb ich mich dazu entschieden habe, solange es noch keinen Impfstoff gibt,

mein Leben weiter so einzuschränken – das ist der einzige richtige Weg, um meine Klienten zu schützen!

 

Ich versuche in dieser Zeit optimistisch zu bleiben und genieße den persönlichen Kontakt zu meinen Klienten.

Außerdem habe ich ein Briefprojekt gestartet: Ich schreibe Postkarten und male Bilder für meine Familie und

Freunde. Die freuen sich sehr darüber und es ist ein besonderes Gefühl, einen Brief zurückzubekommen. So

kann man diese Zeit auch auf anderen Wegen positiv für sich und andere gestalten!“

Daniela König

Daniela sitzt an einem Schreibtisch und trägt eine Maske

„Ich bin Daniela König, 42 Jahre alt und ausgebildete Heilerziehungspflegerin. Ich arbeite als Fachleiterin in

dem Bereich für Menschen mit anderen Lernmöglichkeiten in einer Einrichtung der Behindertenhilfe, im ‚St.

Marien am Voßbach‘ in Ennigerloh.

 

Neben meiner Aufgabe als Fachleiterin, arbeite ich in einer Wohngruppe, in der 17 Menschen mit psychischen

Erkrankungen leben. Das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen betreffen uns alle. Doch

wir sind sehr erstaunt, wie gut das Zusammenleben hier, trotz der Einschränkungen, funktioniert.

 

Die Werkstätten und andere tagesstrukturierende Angebote für Menschen mit Behinderungen oder  

psychischen Erkrankungen sind zurzeit geschlossen. Das bedeutet, dass die Menschen den ganzen Tag

Zuhause sind, denn ebenso fallen jegliche Freizeittermine, Arztbesuche und vieles mehr aus. Es ist eine große

Aufgabe, den Menschen eine Tagesstruktur anzubieten, da diese insbesondere für

Menschen mit psychischen Erkrankungen sehr wichtig ist.

 

Doch einen Unterschied gibt es zu dieser Zeit: Die Menschen mit psychischen Erkrankungen können

größtenteils allein einkaufen gehen oder spazieren gehen, denn sie können die Regeln geistig nachvollziehen.

 

Für die Menschen mit anderen Lernmöglichkeiten versuchen wir individuelle Lösungen zu finden, welche dem

jeweiligen Klienten helfen bestmöglich durch diese Zeit zu kommen. So haben wir Informationen in leichter

Sprache über das Coronavirus ausgehängt und versuchen so wenig Angst wie möglich zu erzeugen. Das

Wichtigste ist es, die Tagesstruktur beizubehalten. Das tun wir durch Tischtennisturniere, kreative Ideen und

indem die Klienten mehr telefonieren oder Briefe von ihren Angehörigen erhalten.

 

Bei einigen Klienten mit psychischen Erkrankungen merkt man sogar, dass es ihnen gut tut keine

Verpflichtungen mehr zu haben und der Druck dadurch sinkt.

 

Mir ist es wichtig zu sagen, dass viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner zur sogenannten #Risikogruppe

zählen: Dazu gehören Klienten mit Atemwegserkrankungen, Herzpatienten, Epileptiker, Immunschwache,

Diabetiker, Krebspatienten, die älteren Menschen und welche Gruppe häufig nicht erwähnt wird, sind die

Menschen mit Down- Syndrom (Trisomie 21). Letztere gehören zur Risikogruppe, weil sie grundsätzlich ein

geschwächtes Immunsystem und häufig verengte Atemwege haben, wodurch sie häufiger von

Atemwegserkrankungen betroffen sind.

 

Die gesamte Gesellschaft sollte die Risikogruppen schützen, indem jeder Einzelne sich an die Regeln der

Bundesregierung hält. Ich wünsche mir, dass die Risikogruppen, die Menschen mit psychischen Erkrankungen

und die Menschen mit Behinderungen in der Corona-Krise nicht übersehen werden.“

Julia Roos (mit Video-Update)

Julia sitz in einem Rollstuhl auf einen Balkon

 

„Guten Tag, ich bin Julia, 24 Jahre alt, Sozialarbeiterin und lebe in Münster. Dort studiere ich den

Masterstudiengang Heilpädagogik an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.

 

Ich bin von einer Muskelschwäche betroffen, welche auf einem Gendefekt basiert. Deshalb sitze ich seit

meinem siebten Lebensjahr im Rollstuhl und werde in der Nacht unterstützend beatmet.

 

Wenn ich an dem Coronavirus erkranken würde, wäre das, auf Grund meines geringen Lungenvolumens, sehr

gefährlich. Deshalb gehöre ich zur sogenannten #Risikogruppe!

 

Um mich vor einer Infektion mit Corona zu schützen, lebe ich seit 52 Tagen  in Isolation.

Das heißt: Ich bin seit 46 Tagen Zuhause. Zum Glück habe ich einen Balkon, auf dem ich trotzdem die Sonne

genießen kann. Über soziale Medien und Videotelefonate halte ich den Kontakt zu meinen Freunden und

meiner Familie.

 

Ich lebe dank des Persönlichen Budgets und des Arbeitgebermodells mit elf Assistentinnen, die sich

abwechseln, um mich 24 Stunden am Tag zu unterstützen. Meine Assistentinnen halten sich zurzeit sehr

streng an die Hygienemaßnahmen und geben so ihr Bestes, zu meinem Schutz!

 

Ich wünsche mir, dass die Menschen verstehen, wer zur Risikogruppe gehört und wir, die Menschen mit

Behinderungen, von der Politik und der gesamten Gesellschaft berücksichtigt werden.

 

Auch wenn ich etwas Angst habe, bin ich zu 95 Prozent positiv gestimmt und versuche meinen Alltag zurzeit

mit Struktur, Freizeit und positiven Gedanken Zuhause zu meistern.“

 


Julia Roos hat uns ein Update gegeben (Juli 2020): Wie geht es ihr in Zeiten der Lockerungen?

(Video vom 11.07.2020)

Tim Melkert

Tim sitzt in einem Rollstuhl vor eine Wand mit Graffiti

„Ich bin Tim Melkert, 31 Jahre alt und promoviere derzeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster

im Fach Mathematik.

 

Ich bin wahrscheinlich kein typischer Promovierender, denn ich bin von spinaler Muskelatrophie betroffen,

weshalb ich dauerbeatmet werde und mit einem Luftröhrenschnitt lebe. Ich bin Mitglied der #Risikogruppe, da

für mich eine Infektion mit dem Coronavirus lebensgefährlich wäre. In Folge meiner Erkrankung kann ich

bronchiale Infekte, wie das Coronavirus, nur sehr schwer bekämpfen.

 

Ich lebe täglich 24 Stunden mit persönlicher Assistenz. Meine Assistenzen halten sich bereits von sich aus an

die strikten Hygienemaßnahmen. Das Virus verändert derzeit mein Leben: Ich gehe nicht einkaufen und treffe

mich nicht mit anderen Menschen. Zudem arbeite ich von Zuhause aus.

 

Zu dieser Zeit spüre ich jedoch auch positive Veränderungen resultierend aus der Tatsache, dass der

Alltagsdruck etwas abfällt. Diese Entschleunigung wünsche ich mir auch für unsere gesamte Gesellschaft.

 

Zusätzlich hoffe ich, dass sich über diese Zeit hinaus ein stärkeres Verständnis für Menschen, die in

Einsamkeit oder mit einer Depression leben, entwickelt."

Die oben dargestellten Artikel geben die Sichtweisen der Interviewpartner wieder.