– Eintrag 7 –
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September | 2026
Ein Menschenrecht ist keine
Nebensache – Wer schaut noch hin?
Newsletter der KSL.NRW
Das war doch immer schon so: Die Rechte von Menschen mit Behinderungen laufen stets Gefahr, aus dem öffentlichen Blickfeld zu geraten. Und wenn rechte Strömungen und gesellschaftliche Debatten den Fokus verschieben? Dann wird Inklusion zur Nebensache. Andere Themen sollen Inklusion untergehen lassen.
Doch Selbstbestimmung ist ein unveräußerliches Menschenrecht. Das war nicht immer so. Das hat die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) erwirkt. Vereinfacht könnte man sagen: Alle (Menschen-)Rechte von Menschen ohne Behinderungen sollen genauso für Menschen mit Behinderungen gelten.
Soll sich das jetzt wieder ändern? Ganz im Gegenteil! Inklusion braucht gesellschaftlichen Rückhalt. Wenn dieser Rückhalt bröckelt, müssen wir umso deutlicher werden: Wir wissen, dass viele Menschen und Organisationen mit uns beharrlich für eine inklusive Gesellschaft einstehen. Zusammen zeigen wir Haltung und machen uns weiter stark für Selbstbestimmung und Teilhabe.
In unserem Logbucheintrag No. 7 zeigen wir, wo Inklusion ganz konkret stattfinden muss: bei Menschen mit Fluchterfahrung, beim Schutz vor Gewalt, auf dem Arbeitsmarkt, auf Reisen, in Fragen der rechtlichen Absicherung oder in der Freizeit.
Hinschauen ist der Anfang. Mitmachen der nächste Schritt: Unter unseren Logbuch-Beiträgen finden Sie auch Einladungen zu KSL-Fachveranstaltungen und Workshops. Lassen Sie uns gemeinsam den Blick auf das richten, was nicht zur Nebensache werden darf: Menschenrechte!
Ihr Logbuch-Team
Eintrag Eins | Flucht und Migration | August
Die GEAS-Reform: Ein erster Überblick über die Folgen für
geflüchtete Menschen mit Behinderungen
Die GEAS-Reform verursacht ein Spannungsverhältnis: zwischen besseren Schutzvorgaben für Menschen mit Behinderungen und strengeren asylrechtlichen Maßnahmen. Maher Seger und Martina Steinke vom KSL.Münster geben einen Überblick sowie Hinweise für Berater*innen.
Mehr lesen

Eintrag Zwei | Gewaltschutz | November
Fachtag: „Im Getriebe der Strukturen“ – Strukturelle Gewalt erkennen und Handlungsmöglichkeiten entdecken
Was ist strukturelle Gewalt – und wie können wir sie erkennen? Welche Herausforderungen bringen notwendige Veränderungen mit sich? Und wie können wir Handlungsmöglichkeiten gewinnen, um Ohnmachtsgefühlen entgegenzuwirken? Diesen Fragen widmet sich das KSL.Detmold bei einem partizipativen Fachtag am 9. November 2026 in Bielefeld. Mehr lesen

Eintrag Drei | Eltern | Oktober
Behinderte Kinder testamentarisch absichern
Wie können Eltern ihr Kind mit Behinderung testamentarisch absichern? Rechtsanwalt Björn Jennert erläutert, worauf bei der Gestaltung eines sogenannten „Behindertentestaments“ zu achten ist. Die kostenfreie Informationsveranstaltung des KSL.Düsseldorf findet am 8. Oktober 2026 in Viersen statt. Mehr lesen

Eintrag Vier | Barrierefreiheit | September
Türanhänger für Reisende mit Sinnesbehinderung
Das KSL-MSi-NRW hat Türanhänger für Menschen mit Sehbehinderung, Hörbehinderung und Taubblindheit entwickelt, die auf Reisen benutzt werden können. Mehr lesen
Leseempfehlung | Blog | Monat
Überschrift
Was bedeutet das Wort Coda? Und was macht eine*n Coda aus? Anna Cebulla vom KSL.MSi hat ein Interview mit der Coda Magdalena Grzyb geführt, die examinierte Sonderpädagogin ist und als Lehrerin taube und gehörlose Kinder unterrichtet hat. Coda bedeutet, dass sie hörendes Kind tauber Eltern ist. Das interessante und auch für hörende Eltern tauber Kinder relevante Interview wurde bereits zum Taube-Eltern-Tag auf KSL-MSi-NRW veröffentlicht. Neu ist die Ergänzung unserer neuen Kollegin und Fachreferentin für Taubblindheit Silvia Klieber, die ebenfalls Coda ist. Zum Beitrag

Eintrag Fünf | Bewusstsein | Oktober
„LIORA.Live“ am 20. Oktober „auf Schalke“
Das erste Festival, das nicht-sichtbare Behinderungen sichtbar macht: Die Initiative „Stille Stunde“ organisiert mit vielen Kooperationspartnerinnen ein festliches Event in den Besucherräumen der Veltins Arena Gelsenkirchen. Auch das KSL.Arnsberg, das KSL.Münster und das KSL.Köln unterstützen. Die Besucher*innen erwartet neben prominenten Gäst*innen Deaf-Performance, Gesang, Wortkunst, Diskussion, eine Modenschau und mehr ... Mehr lesen

Eintrag Sechs | Gewaltschutz | November
Workshop zum „Partizipativen Index für Gewaltschutz“
Seit 2025 ist das KSL.Münster Teil des Netzwerks Gewaltprävention Münster. Erstmals wirkt es nun an einem Fachtag des Netzwerks mit: am 19.11.26 in Münster. In einem der 12 Workshops des Tages vertiefen Maher Seger (KSL.Münster) und Anne Wohlfahrt (KSL.Detmold) die Erkenntnisse und Materialen des Forschungsprojekts „PInG – Partizipativer Index für Gewaltschutz.“ Bringen Sie Ihre Perspektive ein: Melden Sie sich an! Mehr lesen

Eintrag Sieben | Bewusstseinsbildung | August
NRW-Tag: Zum 80. Geburtstag gab's bei uns was auf den Deckel
Zum Landesgeburtstag in Münster kamen Themen rund um Behinderung, Selbstbestimmung und Teilhabe auf den Tisch. Barrieren? Vorurteile? Die KSL-Dialog-Deckel greifen Alltagssituationen auf und machen Barrieren sichtbar – und luden viele Besucher*innen dazu ein, über Inklusion, Selbstbestimmung und Teilhabe ins Gespräch zu kommen. Mehr lesen

Eintrag Acht | Arbeit | Juni
Netzwerk Inklusiver Arbeitsmarkt Bielefeld (NIAB) verdoppelt sich!
Neun Monate nach der Auftaktveranstaltung zur Gründung eines Netzwerks für inklusiv agierende Unternehmen, war das KSL.Detmold gespannt, ob diese Idee wirklich tragfähig sein würde ... – und sie ist es! Zur Anmeldung

Eintrag Neun | Kultur | Juli
Aktivtag im Hammer Norden – Bunt und Gesund
Das Stadtteilzentrum im Hammer Norden hat im Juli viele Mitakteur*innen ins Boot geholt, um den Menschen der Umgebung das Thema Gesundheit ganz praktisch näher zu bringen. Viele Initiativen und Organisationen hatten spannend aufbereitete Infos und kleine Aktivitäten zum Ausprobieren im Gepäck und luden zu Bewegung und Kreativangeboten ein. Die Inklusionsbeauftragte der Stadt, Selma Olukcu Alpagut sorgte im Vorfeld dafür, dass auch Angebote zur inklusiven Gesundheit durch die KSL.NRW vertreten waren. Mehr lesen

Eintrag Zehn | Kultur | Juni
Widerstand trotz Unwetter – Udo Sierck erzählt aus „Frech und frei“
Im Juni organisierte das KSL.Köln gemeinsam mit dem Seniorennetzwerk Niehl eine Lesung mit dem Aktivisten Udo Sierck. Er las aus seinem neuen Buch „Frech und frei – 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung“ und sprach mit dem Publikum über Jahrzehnte kämpferischer Politik für Selbstbestimmung – und deren aktuelle Bedeutung. Mehr lesen

Eintrag Elf | Eltern | Juli
Wenn das Kind 18 wird: Was ändert sich für Eltern?
Das KSL.Düsseldorf lud zu einem Vortrag über die rechtliche Betreuung volljähriger Kinder durch ihre Eltern ein. Hans-Theo Jansen, ehrenamtlicher rechtlicher Betreuer, machte deutlich: Betreuung bedeutet keine Entmündigung, sondern soll die Selbstbestimmung des erwachsenen Kindes stärken. Ein weiterer Vortrag ist für den Herbst in Mönchengladbach in Planung. Mehr lesen

Eintrag Zwölf | Gewaltschutz | Juli
Gute Nachbarschaft für den Gewaltschutz: KSL.Köln zu Gast bei FrauenLeben e.V.
Vernetzung ist der Schlüssel zu besserem Schutz vor Gewalt: Im Juli besuchten Mitarbeiterinnen des KSL.Köln die Frauenberatungsstelle FrauenLeben e.V. in Köln-Ehrenfeld. Im Gespräch mit den Beraterinnen ging es um guten Gewaltschutz – gerade für Frauen mit Behinderung, die überproportional oft von Gewalt betroffen sind. Mehr lesen
Kooperationspartner Meldung

Agentur Barrierefrei
Tool-Sammlung für Barrierefreiheit
Mit einem umfangreichen Werkzeugkasten unter toolbox-barrierefrei.de bieten die Bundesfachstelle Barrierefreiheit und das KBV Kompetenzzentrum Barrierefreiheit Volmarstein ab sofort allen Interessierten Unterstützung bei der barrierefreien Gestaltung digitaler Angebote. Für Unternehmen wurde damit zum Stichtag „Ein Jahr BFSG“ (28. Juni) eine Plattform mit einer Sammlung von hilfreichen Tools geschaffen. Auch die Agentur Barrierefrei NRW, die zum KBV gehört, ist mit dabei und hat eine Reihe von Tools entwickelt. Denn die Toolbox enthält natürlich auch viele Tipps für öffentliche Stellen.
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Reihe
Mehr Selbstständigkeit durch KI? Jeannette Kapere über Chancen und Grenzen
Jeannette Kapere ist Sprach- und Sprechtherapeutin und Logopädin mit langjähriger Berufserfahrung. Ein prägendes Element ihrer Biografie ist ein schwerer Autounfall im Jahr 2002 mit Schädel-Hirn-Trauma und inkomplettem Querschnitt. Als Peer bietet sie in Ratingen ehrenamtliche Beratungen mit an. In ihrem beruflichen und privaten Alltag begleitet sie auch das Thema Künstliche Intelligenz. Im Kontext der Reihe „KI für alle“ sprach das KSL.Düsseldorf mit ihr über Vor- und Nachteile und Entwicklungsbedarf von Künstlicher Intelligenz im Zusammenhang mit Inklusion. Mehr lesen
Rückblick
Unverzichtbarer Raum der Begegnung
Die Lesung „Eigensinn …“ in der Stadtbücherei Münster führte im Mai durch ein breites emotionales Spektrum: von Schwermut und Trauer bis zu humorvollen Momenten und selbstironischen Zwischentönen. Und einer klaren Botschaft: Offenheit füreinander. Mehr lesen
Info
Finanzielle Förderung von Klimaanlagen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
Mit einem neuen Sonderprogramm unterstützt die SozialstiftungNRW den Hitzeschutz in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Insgesamt 20 Millionen Euro werden dafür bereitgestellt. Mehr lesen
Reportage
Aus der Familie in die eigene Wohnung – inklusives Wohnprojekt „Am Lennhofe“ ermöglicht den Schritt in die Selbständigkeit
Es gibt nicht viele Wohnmöglichkeiten außerhalb des Elternhauses, die es jungen Erwachsenen mit Behinderung ermöglicht, selbstbestimmt aber mit Unterstützungsmöglichkeit zu leben. In Dortmund hat sich deswegen der Verein „Wohnen und Teilhabe inkusiv e.V.“ gegründet und ein inklusives Wohnprojekt auf den Weg gebracht, das 2027 bezugsfertig sein soll. Mehr lesen
Reportage
Einblick in ein Leben mit Taubblindheit
Bei der WDR-Lokalzeit hat Melanie Wegerhoff einen persönlichen Einblick in das Leben ihrer Familie gegeben. Die ehemalige KSL.MSi-NRW-Mitarbeiterin und ihr Mann sind taubblind, ihre Tochter ist taub und trägt zwei CIs. Mehr Information
Rückblick
Arbeitstreffen mit dem Klient*innenbeirat der Diakonie Mark-Ruhr in Iserlohn
Obwohl sie rechtlich nicht dazu verpflichtet ist, hat die Diakonie Mark-Ruhr in Iserlohn einen Klient*innenbeirat ins Leben gerufen. Dieser vertritt die Interessen der rund 250 Klient*innen des Ambulant Betreuten Wohnens für Menschen mit psychischen Erkrankungen und/oder Abhängigkeitserkrankungen. Derzeit bilden sechs Klient*innen den Beirat. Sie treffen sich einmal im Monat im Kontaktcafé Am Bielstein, zusammen mit zwei unterstützenden Mitarbeitenden der Diakonie Mark-Ruhr. Die Rolle der KSL.NRW beim Aufbau dieses Beirats ist beratender Natur: Wolfgang Thiems (Projektleitung KSL.Köln), Andreas Tintrup (Projektleitung. KSL.Arnsberg) und Maren Zebrowski (KSL.Arnsberg) haben sich seit November 2025 dreimal mit den Beiratsmitgliedern getroffen, um ihnen die Möglichkeiten ihrer Tätigkeit aufzuzeigen, und mit ihnen über die Vorgehensweise bei verschiedenen Vorhaben zu sprechen. Mehr Information


