Kompetenz bündeln – Inklusion gestalten | KSL.Münster Direkt zum Inhalt
19.06.2026
Foto einer Pinnwand mit von Hand beschrifteten Pappkarten: "Was macht für Sie gute Beiratsarbeit aus?": "Gutes Miteinander", "Lust auf die Beiratsarbeit"; "offene und freie Kommunikation", "Zeit geben, um miteinander zu gestalten", "eigene Grenzen beachten", "Unterstützung in der Ausschussarbeit", "Zuständigkeiten kennen"

Der Inklusionsbeirat des Kreises Steinfurt hat sich im Januar 2026 neu aufgestellt. Damit erfahrene sowie neue Beiratsmitglieder gut zusammenfinden, fand im April ein Einführungsworkshop statt. Geleitet wurde er von Clara Lenkeit von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW (LAG Selbsthilfe NRW) und Debora Stockmann vom KSL.Münster (in Trägerschaft der LAG Selbsthilfe NRW). Der Workshop wurde auf Wunsch des Inklusionsbeirates und der Kreisverwaltung organisiert.

Ziel des Workshops war es, die Mitglieder dabei zu unterstützen, ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Stärken einzubringen, sich als Gremium gut aufzustellen und gemeinsam die Inklusion im Kreis Steinfurt voranzubringen. Im Mittelpunkt standen die Grundlagen der Beiratsarbeit. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit rechtlichen Rahmenbedingungen, Entscheidungswegen und den Vorgaben der Geschäftsordnung. Darüber hinaus informierten die Referentinnen über Zuständigkeiten, Aufgaben und Handlungsspielräume des Beirates.

Doch es blieb nicht bei den formalen Grundlagen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der praktischen Zusammenarbeit: Wie kann der Beirat seine Interessen wirksam vertreten? Wo liegen seine Möglichkeiten, wo aber auch seine Grenzen? Auch die Rolle des Gremiums als beratende Instanz für die Fachausschüsse und die Kreisverwaltung wurde beleuchtet. Dabei kamen typische Herausforderungen und Spannungsfelder der Gremienarbeit zur Sprache.

„Wenn Beiräte sich neu konstituieren, ist es besonders wichtig, von Beginn an eine gute organisatorische Grundlage zu schaffen. So können die Mitglieder ihre Expertise künftig besonders wirkungsvoll einsetzen“, sagt Clara Lenkeit. Als wissenschaftliche Referentin für das Projekt „In Zukunft inklusiv.“ begleitete sie bis zum Projektabschluss 2025 ausgewählte Kreise bei der politischen Partizipation von Menschen mit Behinderungen und unterstützte sie beim Wissenstransfer.

Zum Abschluss fiel das Fazit der Teilnehmenden durchweg positiv aus. Die vermittelten Informationen wurden als hilfreich für die künftige Arbeit des Gremiums wahrgenommen: „Besonders deutlich wurde im Verlauf des Workshops, wie viel Kompetenz und Fachwissen unser Beirat bereits mitbringt“, sagt Heike Schulz, Vorsitzende des Inklusionsbeirats. „Nun werden wir unsere Stärken gezielt einsetzen, um möglichst viel für die Inklusion im Kreis zu bewegen.“

 

Mehr Informationen zum Inklusionsbeirat des Kreises Steinfurt sowie Ansprechpersonen finden Sie hier: Inklusionsbeirat | Kreis Steinfurt 

Text: Lisa Vössing