Eine PB-Nehmerin und ihre Assistenzkräfte schauen sich lachend an.

Alle Menschen haben das Recht, selbst über ihr Leben zu bestimmen. Menschen mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen haben zudem einen individuellen Anspruch auf Rehabilitations- und Teilhabeleistungen. Das Persönliche Budget ermöglicht es jedem Menschen mit Behinderung, selbstbestimmt zu entscheiden, wann, wo, wie und von wem er/sie die benötigte Unterstützungsleistung erhält.  

Seit dem 1. Januar 2008 besteht in Deutschland ein Rechtsanspruch auf ein Persönliches Budget. Das Persönliche Budget ist eine Leistung in Form von Geld als Alternative zu Dienst- und Sachleistungen. Es ist keine zusätzliche Leistung.

Jeder Mensch mit Behinderung kann frei entscheiden, ob Teilhabe- und Rehabilitationsleistungen in Form von Geld (als Persönliches Budget) oder als Dienst- und Sachleistung in Anspruch genommen werden sollen. Grundsätzlich ist jede Sach- oder Dienstleistung durch ein Persönliches Budget zu ersetzen. Die Nutzung eines Persönlichen Budgets ist unabhängig von der Art und Schwere der Behinderung und auch unabhängig von der Art der Leistung. Auch bei Minderjährigen und Menschen mit einer rechtlichen Betreuung kann ein Persönliches Budget beantragt werden.   
Eine Kombination von Sachleistungen und Hilfen in Form eines Persönlichen Budgets ist ebenfalls möglich. Bei einem sogenannten trägerübergreifenden Persönlichen Budget können zudem Leistungen bei verschiedenen Kostenträgern beantragt werden. Eine Rückkehr zur Sach- und Dienstleistung ist jederzeit möglich.